MOONBIKES.

Diese elektrischen Snowmobile Touristen Attraktionen. "Leicht, wendig, der perfekte Einstieg." Bullshit. Hand aufs Herz - fahr mal so ein Teil. So richtig, nicht nur im Kreis. Fühlt sich anfangs an als würde man auf einem besoffenen Pferd über Glatteis reiten. Überall wo du hin willst, will das Bike in die andere Richtung. Nach kurzer Zeit kommst du ins Schwitzen und merkst deine Arme und Schultern weil du permanent gegenlenkst. Und trotzdem - oder vielleicht genau deswegen - wollte ich nicht mehr absteigen. Howdie.

Ich musste die ganze Zeit an Jim Rippey denken. Nicht Heath Frisby, nicht die X-Games Generation. Rippey. Vielleicht sagt dir der Name nichts. Aber wenn du jemals einen Rippey Flip – oder wie man eigentlich sagt, FS Cork 7 – auf einem Snowboard gesehen hast, dann hast du sein Vermächtnis erlebt. Rippey ist der Typ der den ersten Backflip auf einem Snowmobile gestanden hat als das noch komplett unmöglich war. Nicht für Likes. Nicht für RedBull. Einfach weil er wusste, dass es geht wenn man es sich nur fest genug in den Kopf setzt.

 

Genau das habe ich auf dem Moonbike gespürt. Diese  Mischung aus „Shit, das ist schwerer als gedacht" und „Ich will das jetzt verstehen und hinkriegen". Dieses Gefühl wenn dein Kopf sagt "Das wird immer Kacke aussehen" aber dein Bauch weiß "Ne. Das geht schon.“

Klar, meine persönlichen Grenzen sind weit von einem Backflip entfernt. Aber darum geht es nicht. Es geht um diesen Moment wo Theorie auf Praxis trifft. Wo du merkst dass all das YouTube-Wissen nichts wert ist solange du da oben sitzt und das Ding einfach nicht da hin will wo du willst. Und genau das ist es was dich in den Bann zieht. Was dich zurück in den Moment holt. Wo du wieder ganz bei dir bist. Alles andere ist egal. Nur du und dieses störrische Stück Technik das dir zeigt wo deine Grenzen sind. Und die Frage ist dann nur: Akzeptierst du sie oder verschiebst du sie?

Rippey kannte die Antwort. Und ich, der Tourist aus dem Flachland, jetz auch. 

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